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Geschichtliches und Historisches St. Lambertus Bruderschaft Breyell-Dorf e.V.
  

Die Bruderschaften, die in unserer Heimat sowie in einem großen Teil des Rheinlandes auch heute noch weit verbreitet sind, können fast alle auf ein sehr hohes Alter zurückblicken.

Wenn wir nun auf eine mehr als 375 Jahre -" Schützenfeste in Breyell-Dorf"- zurückblicken, dann tun wir es, weil uns dies durch die älteste Platte am Königssilber und durch die handschriftliche Eintragung der Jahreszahl 1625 bekannt ist.
Der Stifter dieser Platte ist der Bauer Gerken Mathen aus dem Natt, der als junger Mann den Vogel schoss und am 31.05.1665  zur ewigen Ruhe getragen wurde. Er ist somit der erste König unserer Bruderschaft. Ihm folgten eine ganze Reihe Könige, deren Ehrenliste auf der Seite Könige dieser Homepage veröffentlicht ist. Bis heute konnten sich 124 Könige in dieser Liste eintragen. 

Wir können uns heute auf genaue Aufzeichnungen seit dem Jahre 1802 stützen. Aus diesen Aufzeichnungen ist das Geschehen, insbesondere das Vogelschießen mit seinen Begleiterscheinungen ersichtlich. Ein so genanntes Statutenbuch aus den Jahren 1625 bis 1802 ist zuletzt in einem Versammlungsprotokoll vom 10.April 1921 erwähnt. Hier heißt es wörtlich: 

„ Der Major und Fähnrich Herr Julius Simonet schlug vor, des alten Buches der Bruderschaft wegen, sich mit unserem Pastor in Verbindung zu setzen, und ihm unser Buch, welches aus dem Jahre 1625 datiert, zur Durchsicht zu überreichen. Alle waren hiermit einverstanden. Es wurden direkt zwei Brüder gewählt um dieses auszuführen.“

Dieses Buch ist hiernach nicht mehr erwähnt und ist auch nicht mehr aufgefunden worden.
Es wurde vermutlich beim Umzug des Pastors in das neue Pastoratsgebäude 1960 verbrand. 

Zu unserem Jubiläum 375 „Schützenfeste in Breyell-Dorf“ im Jahre 2001 wurde von den Schützenbrüdern Hermann Goertz und Helmut Anderski aus den Aufzeichnungen eine Zusammenfassung „Aus dem Leben unserer Bruderschaft“ erstellt, und  im Festbuch veröffentlicht. Dieses Festbuch ist im Archiv des Kreises Viersen einzusehen.

In einem Bericht  „ Von der Breyeller Schütterey“ von Josef Funken haben wir die Anfänge  der Breyeller Schützenbruderschaften um 1500  in Form einer Rosenkranzbruderschaft zu suchen. In seinem Bericht, behandelt Herr Funken vornehmlich die Frühzeit der Bruderschaft.

Hier einige Ausschnitte, der gesamte Bericht ist ebenfalls im Festbuch des Jahres 2001 festgehalten.
(Orginaltext)

Hier haben wir vermutlich die Anfänge der Breyeller Schützenbruderschaften zu suchen ( um 1500), wobei Statuten  älterer benachbarter Bruderschaften (etwa Venlo 1384) auch Pate gestanden haben mögen. Die noch vorhandene Gründungsurkunde der St.Georgs -und St. Sebastianus-Bruderschaft zu Rheinberg vom Jahre 1450 dürfte dazu interessante Auskünfte geben. Es heißt dort u.a.:

Bürgermeister und Schöffen wollen das Schützenwesen heben und haben daher den alten Schützen eine Gilde und Bruderschaft gegeben mit der Ordnung, dass einmal im Jahr der Papagei (Vogel) zu schießen ist und der König 2 Gildemeister kiesen soll. Wer Mitglied werden will, muss zahlen „ 1Pont Waß! (1 Pfund Wachs). Die Brüder haben Disziplin zu halten und dürfen beim Aufbieten der Veranstaltung nicht fehlen - bei Strafe. Das letzte Geleit einem verschiedenen Mitbruder zu geben, ist strenge Pflicht. Dazu kommen eine Reihe weiterer Bestimmungen, die bei den meisten Bruderschaften sich vorfinden.

 An einer anderen Stelle geht Herr Funken auf unsere Bruderschaft ein: 

Nun zu der St.Lambertus Bruderschaft in Breyell-Dorf in specie. Es liegen nur zwei Bruderschafts- Bücher vor. Ein kleineres Buch behandelt die Zeit von 1802 bis 1842. Es beginnt mit der Aufstellung der jeweiligen Könige, welche Schilder oder Platten gegeben (bis 1843 sind es 53 Stück); ferner werden ein silberner- Vogel, 3 Halskragen von Offizieren und ein silb. Sponton (kurzePicke) aufgeführt.
Zur Schuldentilgung und für Neuanschaffungen sind wie überall leider die meisten Platten verkauft worden. Denn das Vermögen der Dorfer Bruderschaft war nie besonders groß. Im Jahre 1802 z.B. war die Bruderschaft mit 20 Talern und 22 Silbergroschen verschuldet. 

Es ist davon auszugehen, dass in alter Zeit in Breyell nur eine St.Lambertus-Bruderschaft bestanden hat.
Erst nach der Mitte des 18. Jahrhunderts wird es zu einer Trennung gekommen sein. Fortan bestehen in Breyell zwei Lambertus Bruderschaften, die in Dorf und Metgesheide.